Haben Sie schon mal den perfekten Mitarbeiter eingestellt, mit dem Sie rundum glücklich sind? So etwas gibt es nicht, sagen Sie?

Oh doch, gibt es schon, sagen wir!

Aber lassen Sie uns doch erst einmal “perfekt” definieren.

Heißt perfekt, dass jemand sämtliche auf Papier dargelegte Stellenanforderungen erfüllt, ausreichend und doch nicht zu viel Erfahrung hat, außerdem Branchenwissen in Kombination mit exzellenten Fachkenntnissen, jemand, der noch dazu am richtigen Ort lebt und auch nicht zu teuer ist?

Machen wir es kurz – nein, das macht den perfekten Mitarbeiter nicht aus, denn es greift zu kurz.

Auch der qualifizierteste Mitarbeiter kann der falsche sein, wenn er nicht zur Unternehmenskultur passt. Selbst der motivierteste Mitarbeiter kann scheitern, wenn er anders tickt als sein direkter Vorgesetzter und an seinem Arbeitsplatz nicht die Strukturen vorfindet, die er braucht, um erfolgreich zu sein. Ja, auch der beste Verkäufer wird sich schwer tun in einer Firma, die zwar ein großartiges Produkt, aber mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat…

All diese Beispiele zeigen, dass es eines anderen Ansatzes bedarf, um erfolgreich einzustellen und gute Leute zu halten.

Ziel muss es sein, Mitarbeiter zu finden, die aufgrund ihrer Ausbildung und ihres beruflichen Werdegangs, dank ihrer Arbeitseinstellung und Lebenserfahrung in der Lage sind, die jeweilige Unternehmensvision zu verstehen, umzusetzen und aktiv mitzugestalten.

Oder mit anderen Worten: Die perfekten Mitarbeiter sind diejenigen, die die wichtigsten Grundvoraussetzungen mitbringen, um sich innerhalb von kurzer Zeit im jeweiligen Unternehmen einzuleben und sich dort perfektionieren zu lassen.

Es sind also jene, die auch die notwendigen Sozialkompetenzen mitbringen, derer es bedarf, um Hindernisse zu überwinden, sich die notwendige Unterstützung zu sichern und mit etwaigen Rückschlägen gut umzugehen.

Aber wie weich darf es denn bitte sein, wenn wir schon von den “soft skills” sprechen? Und wie lassen sich Sozialkompetenzen vorab überprüfen?

Die Erfahrung zeigt, den perfekten Mitarbeiter einzustellen gelingt eindeutig dann am besten, wenn alle am Einstellungsprozess beteiligten Parteien miteinander arbeiten, von der Personalabteilung  über den späteren Vorgesetzten bis hin zum Kandidaten selbst, und wenn der Prozess von Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit und klarer Kommunikation geprägt ist.

Als Recruiter beobachten wir etwa immer wieder, dass Unternehmen zwar absolute Ehrlichkeit von Kandidaten und Mitarbeitern erwarten, sich die eigenen Schwächen jedoch nicht eingestehen und schon gar nicht darüber sprechen. Dabei eignen sich gerade die schwierigen Themen hervorragend dazu, herauszufinden, ob jemand zum Unternehmen passt, und ob er/sie die richtigen Kenntnisse und Kompetenzen mitbringt, um Herausforderungen gemeinsam erfolgreich zu meistern.

“Darum prüfe, wer sich ewig bindet”, dieses Prinzip gilt somit auch im Arbeitsleben. Begnügen Sie sich also nicht mit dem Lebenslauf des vermeintlichen Traumkandidaten, sondern sehen Sie diesen als Anhaltspunkt für tiefergehende Gespräche, die es erlauben, sich offen zu Stärken und Schwächen – auf Kandidaten- und Unternehmensseite – auszutauschen und herauszufinden, welche Synergien es gibt.

Bemühen Sie sich schon im Rahmen des Einstellungsprozesses um eine klare Linie, legen Sie sowohl Ihre Erwartungen eindeutig dar, aber auch das, was das Unternehmen ausmacht und was es zu bieten hat.

Verabschieden wir uns doch von der Vorstellung, auf einen Lebenslauf zu blicken und dahinter den perfekten Mitarbeiter zu sehen.

Die Wahrheit ist: Perfekt sind jene Mitarbeiter, die das jeweilige Unternehmen perfekt ergänzen.

Sollten Sie Interesse an weiteren Informationen haben und/oder passende Mitarbeiter für Ihre US-Niederlassung finden wollen, so melden Sie sich doch bitte bei uns!